Kings on Ice: Eiskunstläufer widmen ihren Auftritt den Terroropfern

GASTBEITRAG: 

von Oxana Shkrebtienko

DSC_0094b (2) Zum ersten Mal waren Eiskunstläufer mit dem berühmten Show „Kings on Ice“ in Nizhnij Novgorod (Russland) am 24. November zu Gast. An diesem Abend hat man die Weltstars – die ehemaligen Rivalen, die heute gute Freunde sind – Evgeni Plushenko und Brian Joubert zusammen auf dem Eis gesehen. Außerdem konnte das Publikum die aussergewöhnlichen Programme von Akrobaten sehen – (im Guinness-Buch aufgezeichnet!), sowie spezielle Programme, die extra für diese Gala choreografiert wurden. Begleitet wurden die Programme durch Musik von Edgar Akopjan.

Junge Talente aus der Region haben die Show eröffnet – einen Tag zuvor hat Evgeni Plushenko extra für sie eine Trainingseinheit veranstaltet. So konnten sie dem Publikum eigene Programme und bereits komplizierte Sprünge präsentieren.

Artur Dmitriev (jun), der kürzlich in Osterreich bei einem Wettbewerb gewonnen hat, hat seine Wettkampfprogramme gezeigt – sein Kurzprogramm und die Kür – dabei konnte er das Publikum mit seinen Vierer-Sprüngen begeistern. Auch das russische Tanzpaar Anna Janovskaja und Sergej Mozgov – Juniorenweltmeister sorgte für Applaus und Freude.

„Zum ersten Mal treten wir bei so einer Show auf, das ist wunderbar! Es herrscht hier eine sehr freundliche Atmosphäre, jeder Eiskunstläufer träumt davon, dabei zu sein – wir wollten es immer so gerne“, sagte Anna. „Diese Auftritte verleihen uns eine positive Energie, danach können wir uns auf eine ernsthafte Arbeit einstimmen“, fügte Sergej hinzu.

Das Highlight der Gala war eine Nummer, die extra dafür vorbereitet wurde. Die Nummer wurde den Opfern der Terroranschläge in Paris am 13. November und des Flugzeugabsturzes in Ägypten  am 31. Oktober gewidmet.

https://vimeo.com/146843560

Special number

Ganz in schwarz kamen russische Eiskunstläufer aufs Eis – begleitet von dem Lied von Mireille Mathieu und Charles Aznavour „Une vie d’amour“. Danach kam der Franzose Brian Joubert  und später kam auch Evgeni Plushenko – die beiden hatten zum Schluss eine russischen Flagge und eine französische Flagge in der Hand. Alle Zuschauer sind aufgestanden – einige hatten Tränen in den Augen – und es war  ein sehr bewegender Moment.

„Ich habe noch nie solche Auftritte gehabt. Das war außergewöhnlich und sehr emotional. Damit wollten wir zeigen, dass Russland und Frankreich Freunde sind,  zusammen kann man alle Herausforderungen bewältigen“, sagte Brian Joubert. „Diese Tragödie betrifft wirklich jeden“, fügte Plushenko hinzu.

Bereits berühmt geworden ist die Nummer von „Vier Königen“. Es ist klar, dass in Novgorod nur zwei „Könige“ dabei waren, doch die Nummer war trotzdem sehr dynamisch und interessant wie immer.

Brian Joubert zeigte sein berühmtes Programm „Time“, mit dem er noch 2004 zum ersten mal die Europameisterschaft gewonnen hatte. Und wie immer lief er mit viel Energie und Leidenschaft – wie einst bei der EM.

Storm

Evgeni Plushenko zeigte zwei Programme. Dabei war auch sein neues Kurzprogramm „Karmina Burana“, das er zusammen mit einem Choreografen aus dem Bolshoj Theater gestaltete. Außerdem zeigte er sein berühmtes „Storm“ – Adgar Akopjan begleitete ihn mit seiner schönen Geigenmusik. Auch während der Gala-Auftritte ging Plushenko auf volles Risiko und zeigte die schwierigsten Elemente des Eiskunstlaufens.

Fotos:

Tatiana Sukhina / Liubov Mudrechenko

 

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