Weltmeisterschaft in Helsinki: Preview

Der wichtigste Wettbewerb der Saison steht vor der Tür.  Diesmal geht es nicht nur um die Weltmeisterschaft und den Titel alleine, sondern auch um die Olympischen Spiele. Schließlich werden bei dieser Weltmeisterschaft die Startquoten für die kommenden Olympischen Spiele verteilt. Deshalb ist ein sehr harter Kampf als sonst zu erwarten.

Herren:

Interessant ist, ob Javier Fernandez seinen Titel verteidigen kann, bei der Europameisterschaft hat er es geschafft. Allerdings starten in Helsinki sehr starke Japaner wie der Olympiasieger Yuzuru Hanyu und Shoma Uno.  Man darf auch den US-Amerikaner  Nathan Chen nicht vergessen, der bei den 4-Kontinenten-Meisterschaften insgesamt auf 307.46 Punkte kam und gleich fünf Vierersprünge in einem Programm zeigte. Shoma Uno pfeilte an seinen Programmen neulich in Luxemburg und wollte an den Emotionen arbeiten, was ihm auch gelungen ist.  Aber auch der Russe Mikhail Kolyada könnte die ersten Plätze streitig machen und sich in diesen Kampf einmischen, sowie Patrick Chan. Deshalb kann man der Meinung von Alexey Mishin nur anschließen – ein Vierersprung entscheidet. „Gut ausgeführte 4L oder 4F werden einen guten Vorsprung sichern“, sagte er gegenüber R-Sport.  In diesem Jahr sei die Quantität der Sprünge durch ihre Qualität ersetzt worden.

Bisher wurden folgende Rekorde aufgestellt:

Kurzprogram: 110.95 (Y. Hanyu, bei der ISU Grand Prix – Figure Skating Final 2015/16)

Die Kür: 219.48 (Y. Hanyu, bei der ISU Grand Prix – Figure Skating Final 2015/16)

Insgesamt: 330.43 (bei der ISU Grand Prix – Figure Skating Final 2015/16)

 

Damen:

img_9016Unter den Frauen werden wieder Russinnen den Titel unter sich teilen, es sei denn eine Japanerin oder auch Carolina Kostner einen geheimen Trumpf haben. Zu erwähnen ist auch, das Jevgenia Medwedeva bereits mehrere Wettkämpfe hintereinander unbesiegt bleibt. Der Druck auf sie ist enorm groß und Erwartungen auch, deshalb könnte es ihr zu einem kleinen Nachteil werden. Aber es scheint, sie ist unschlagbar und wird ihren Titel sicher verteidigen können. Anna Pogorilaya zählt auch zu den größten Favoritinnen für den begehrten Titel. Wahrscheinlich kann Carolina Kostner noch nicht mit den Russinnen technisch mithalten, aber was die zweite Note betrifft, könnte sie mit ihrer Erfahrung sie übertrumpfen.

Bisher wurden folgende Rekorde aufgestellt:

Kurzprogram: 79. 21 (J. Medvedeva, bei der ISU Grand Prix -Figure Skating Final 2016/17)

Free Skating: 150.79 (J. Medvedeva, bei der EM 2017)

Insgesamt: 229.71 (J. Medvedeva, bei der EM 2017)

Tanzen:

Kanadier oder Franzosen? Das ist die entscheidende Frage in diesem Disziplin. Können Gabriela Papadakis und Guillaume Cizeron ihren Titel verteidigen oder beanspruchen Tessa Virtue und Scott Moir ihn für sich? Beide Paare trainieren bei Roman Hagenauer. „Es wird sehr knapp zwischen den beiden Paaren werden. Während des Trainings in Montreal gibt es keine Probleme. Beim Wettbewerb haben wir eine neue Situation, was wir bereits in Marseille gesehen haben (Gabriella und Guillaume sind nur Zweite beim Grand-Prix-Finale geworden. Tessa und Scott haben gewonnen – Anm. der Redaktion). Sie müssen lernen, damit umzugehen. Das ist eine große Lehre für sie. Sie möchten ja die Weltmeisterschaft und bei den Olympischen Spielen gewinnen und deshalb müssen sie mit dem Druck umgehen können – das ist neu für sie. Beim ersten Mal hatten sie nichts zu verlieren, sie haben den Titel gewonnen. Beim zweiten Mal war es wegen der Gehirnerschütterung von Gabriella eine andere Situation und die beiden waren einfach froh, überhaupt bei den Wettbewerben laufen zu können. Jetzt aber müssen sie die ganze Saison gegen sehr starke Läufer gewinnen“, sagte er im Bezug auf die Olympischen Spiele in einem Interview. Aber es wird definitiv auch in Helsinki so sein. Schließlich gehören diese zwei Tanzpaare zu den besten der Welt.

Vor allem der dritte Platz bleibt offen und viele Tänzer könnten um die Bronze kämpfen. Das sind u. a. kanadische Tänzer Piper Gilles und Paul Poirier sowie Kaitlyn Weaver und Andrew Poje, die Italiener Anna Cappellini und Luca Lanotte.

Die Russen Ekaterina Bobrova und Dmitri Soloviev, die bei Alexander Zhulin trainieren, sowie US-Amerikaner Madison Chock und Evan Bates und Maia Shibutani and Alex Shibutani Der Kampf um den dritten Platz scheint am spannendsten zu werden.

Bisher wurden folgende Rekorde aufgestellt:

Kurztanz: 80.50 (Virtue/Moir, bei der ISU Grand Prix – Figure Skating Final 2016/17)

Kürtanz: 118.17 (Papadakis/Cizeron, bei der ISU WM 2016)

Insgesamt: 197.22 (Virtue/Moir, bei der ISU Grand Prix – Figure Skating Final 2016/17)

Paare:

Kein Paar gehört zu den eindeutigen Favoriten, denn viele könnten in diesem Jahr den Titel gewinnen. Meagan Duhamel und Eric Radford, Wenjing Sui und Cong Han, Xiaoyu Yu und Hao Zhang, Aliona Savchenko und Bruno Massot (hier ist das Interview mit ihrem Trainer Alexander König), Kenia Stolbova und Feder Klimov sowie Evgenia Tarasova und Vladimir Morozov. Aber auch die Geheimfavoriten Vanessa James und Morgan Cipres könnten ganz sicher für die Podiumsplätze kämpfen. Schließlich waren sie nach Ansicht einigen Eiskunstlauffans die besten bei der Europameisterschaft, obwohl sie „nur“ den dritten Platz gewonnen haben.

Bisher wurden folgende Rekorde aufgestellt:

Kurzprogramm: 84.17 (Volosozhar/Trankov, bei den Olympischen Spielen 2017)

Kür: 154.66 (Volosozhar/Trankov, bei der 2013 Skate America)

Insgesamt: 237.71 (Volosozhar/Trankov, bei der 2013 Skate America)