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Selten funktioniert ein Tandem zwischen einem Trainer und einem Eiskunstläufer so reibungslos und ausgeglichen. Und dies von Anfang an. Einen Trainer zu wechseln ist für einen Eiskunstläufer immer riskant und dieser Wechsel bedeutet einen Schritt ins Ungewisse, vor allem dann, wenn dieser Trainer selbst noch wenig Erfahrung hat. Auch wenn er bereits Welt- und Europameister ist – aber all das als Sportler. Romain Ponsart ist nach Poitiers gezogen und trainiert nun bei Brian Joubert, der in diesem Jahr seine Karriere als Trainer beginnt.

Beim Masters de Patinage in Orleans gewann Romain Ponsart das Kurzprogramm mit großem Vorsprung. Er lächelte den ganzen Abend und strahlte vor Glück und verkörperte eine nicht in Worte zu fassende Freude – er freute sich darüber, dass er seit dieser Saison einen neuen Trainer hat, neue Hoffnung und neue Perspektiven.

Brian Joubert und Romain Ponsart

Klar, dass es auch für Brian Joubert nicht so einfach. Denn Roman Ponsart war ein Eiskunstläufer, der in den letzten Jahren Pech hatte, immer wieder mit Verletzungen kämpfte und irgendwann hat er einen Tiefpunkt erreicht, so dass niemand mehr an ihn glaubte. Außer Brian Joubert er sein ehemaliger Teamkollege und Konkurrent hat ihm seine Hilfe angeboten, der Mann, der genau weiß – wann Lächeln und  Strenge geboten sind.

Beim Training vor dem Kurzprogramm hatte es Romain definitiv nicht leicht – an der Bande stand seine Ex-Trainerin Annik Dumont und direkt gegenüber an der anderen Bande – sein neuer Trainer Brian Joubert. Ein Lächeln huschte über Romains Gesicht, indem er emotional und ausdrucksstarker Ernergie seine Schrittfolgen zwischen den beiden auf das Eis zauberte. Mal wirkte sein Trainer ernst, mal lachte er – aber man konnte sofort erkennen – dass der Funke übersprungen ist, der Weltmeister hat einen Draht zu seinem ersten Schützling gefunden. Beide lächeln. Viel! Herzlich!

Erfolgsversprechend. Im Training, vor dem Training, nach dem Training, während des Wettbewerbs, ein Lächeln auf Eis, das andere an der Bande.

„Er hat mir dieses Lächeln geschenkt, ich bin so glücklich“, wird Romain später Journalisten sagen mit einer Kopfbewegung Richtung Trainer. Und es fällt ihm schwer, dabei nicht zu lächeln. Nun sind sie ein Team geworden, das durch Höhen und Tiefen gehen wird und hoffentlich wird den beiden das Lächeln nie vergehen.

Von Alexandra